Faszination - Arabische Namen

Arabische Namen wirken für viele in Europa lebende Personen lang und ungewöhnlich. Des Weiteren üben sie eine regelrechte Faszination auf Nicht-Araber aus. Für arabische Menschen spielt vor allem die Namensgebung eine wesentliche Rolle. Denn bereits in Muhammeds Prophezeiungen ist zu lesen, dass alle Gläubigen am Tag des jüngsten Gerichtes beim persönlichen Namen sowie jener der Väter gerufen werden.

Eigene Gesetze regeln die Namensgebung in vielen Ländern Betrachtet man viele arabische Länder, so ist hier die Namensgebung fest im Gesetz verankert. Jene ägyptischen Neugeborenen müssen demzufolge 3 Namen besitzen, dem anschließend noch ein Familienname hinzugefügt werden kann. Der Irak schreibt vor, dass der Name aus dem eigenen Vornamen und dem des Vaters tragen. Erblickt man in Marokko das Licht der Welt, so ist der Familienname wesentlicher Bestandteil.

Welche Bestandteile hat ein arabischer Name?
In den meisten Fällen setzt sich der arabische Name aus fünf unterschiedlichen Teilen zusammen.

Im Regelfall setzen sich die Namen im folgenden zusammen:

1. Der Titel
a. Dieser wird vor dem Namen gestellt!
2. Der Vorname
a. Ist meist ein wichtiges Wort aus der arabischen Sprache, oder ein Gefährte des Propheten Mohammeds.
3. Die Abstammung
a. Die Abstammung wird an dritter Stelle aufgelistet und zeigt in der Regele die Abstammung des Vaters über mehrere Generationen hinweg.
4. Der Bezug des Namens
a. An dieser Stelle wird der Beruf oder eine Angabe zum Herkunftsort aufgelistet
5. Der Spitzname
a. Dieser Name beruft sich auf den Bezugsnamen und wird in der Regel vorangestellt.
6. Der Beiname
a. Ist der eigentliche Name. So wird die Person von anderen benannt! (Rufname)

Wie spricht man Menschen aus arabischen Ländern an?
Befindet man sich in der arabischen Welt, so ist der eigentliche Name kaum in Verwendung. Es ist nicht üblich die Person damit anzusprechen. Eine wesentlich wichtigere Rolle hierbei spielt der Ehrenname (Spitzname) sowie der Abstammungsname. Sie setzen sich mit Vater von oder Mutter von zusammen und anschließend dem Namen des erstgeborenen Sohnes.

Am häufigsten in Verwendung
In jedem Land gibt es bestimmte Vorlieben bei der Namensgebung. Natürlich ist dabei auch die arabische Welt nicht ausgeschlossen. Abdullah (Diener Gottes) oder Abd ar-Rahmân (Diener des Barmherzigen) sind die beliebtesten unter den Männernamen. Frauen erlangen häufig die Namen Aischa (Lebende) Ayla (Hoffnung) oder Schakira (die Dankbare) Namen mit hoher Bedeutung findet man in arabischen Ländern häufig. Man kann damit Generationen zu 5 Jahrhunderte vor Jesu Geburt zurückverfolgen.