Welche Länder zählen zu den Arabischen Ländern?


Geografische Lage: Arabische Halbinsel

Häufig geht man von der geografischen Lage aus und meint damit die Länder der arabischen Halbinsel. Dazu zählen z. B. Saudi Arabien, Jemen und Oman aber auch einige kleine Emirate wie die Vereinigten Arabischen Emirate.

Oft verwendet man den Begriff aber auch im "weiteren" Sinn und zählt die umliegenden muslimischen Länder mit arabischer Sprache und die Länder Nordafrikas (z. B. Tunesien, Algerien, Libyen) dazu. Definiert wird hier nach dem Kriterium "Sprache". In allen Ländern wird Arabisch gesprochen. Meist ist es die Landessprache, in einigen Ländern gibt es zusätzlich noch eine andere Landessprache, aber es wird sehr viel arabisch gesprochen (z. B. Sudan, Somalia, Irak).

Politische Bedeutung

Die politische Bedeutung des Begriffes kann die Mitgliedsländer der Arabischen Liga oder das zusammenhängende Siedlungsgebiet der "arabischen Völker" umfassen. Unter dem Begriff al-watan al-arabi, was soviel wie Arabisches Vaterland bedeutet, wurde die Region früher bezeichnet. Auch in Ländern, die nicht Mitglied der Arabischen Liga sind, gibt es arabische Minderheiten (z. B. Iran, Israel, Türkei). Dagegen haben einige Länder, die dazu gezählt werden, - wie z. B. Dschibuti, Somalia - keine arabische Bevölkerungsmehrheit.

Religiöse Bedeutung

Landläufig geht man davon aus, dass alle Bewohner dieser Länder Muslime sind. Dies ist aber nicht so, denn auch Christen oder Atheisten sehen sich als "Araber" an - z. B. aus dem Libanon oder Ägypten. Hier ist der Begriff des Panarabismus zu nennen. Besonders viele Nichtmuslime unter den Arabern fühlen sich dem Panarabismus hingezogen, obwohl bzw. im Gegensatz dazu der Islamismus unter dem Stichwort "Panarabismus" keine Christen toleriert.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass man bei Verwendung des Begriffes "arabische Länder" immer auch genau den Bezug des Begriffes und den Kontext erläutern sollte, um Uneindeutigkeiten oder Unstimmigkeiten zu vermeiden.